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Heilmagnetismus – Die Kraft in DIR – Johanna Arnold

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Die Andere Medizin – Mesmerismus und Auraheilen

 

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Homöopathie und Mesmerismus –
die ideale KombinationText©Anna Kolbeck www.anna-kolbeck.de/heile-dich-selbst

Samuel Hahnemann und Franz Anton Mesmer 

HOMÖOPATHIE und MESMERISMUS die ideale Kombination

Welche große Bedeutung, allein schon von der Häufigkeit der Verordnungen, der Mesmerismus in Hahnemanns Praxis innehatte, beschreibt die Krankengeschichte des Friedrich Wieck.
Als Hahnemann 1815/16 Friedrich Wieck ärztlich versorgte, betrug der Anteil der mesmerischen an der
Gesamtbehandlung mindestens 33%. Seine Ausführungen sind dahingehend zu bestätigen, dass Hahnemann seine Patienten zu speziell dazu befähigten Magnetiseuren schickte.
Möglicherweise hatte Hahnemann geplant, auch eine Materia Medica des Mesmerismus zu erstellen, um ihn so noch gezielter einsetzen zu können.
Antonie Volkmann, eine Patientin Hahnemanns, war wohl sehr empfänglich für die Wirkungen des
„thierischen“ Magnetismus. Von ihr stammt auch das auffällige Arzneisymptom von Calcarea carbonica
„Großes Verlangen, sich mesmeriren zu lassen.“
Konsequent sammelte Hahnemann die Symptome, die durch die Einwirkung des Magnets auf den menschlichen Organismus entstanden und veröffentlichte sie, in drei Kapitel unterteilt, zusammen mit einer Anleitung zur Herstellung und Versendung eines Magneten zu therapeutischen Zwecken.

Für die Wirkungen des mineralischen Magnetismus hat er Arzneimittelprüfungen am gesunden Menschen durchgeführt: sowohl für die Wirkung eines Magneten im  Gesamten, wie für die Wirkungen des Nordpols und des Südpols im  Besonderen. Die Ergebnisse der Prüfungen sind in seiner „Reinen Arzneimittellehre” dokumentiert und können so als Grundlage für die homöopathische Behandlung verwendet werden.
Die Wirkung des Heilmagnetismus beruht nach Hahnemann auf der Übertragung von Lebensenergie
(„positiver Magnetismus”), der Regulierung oder der Ableitung („negativer Magnetismus”) von Lebensenergie durch den kräftigen Willen eines wohlmeinenden Menschen bei einem anderen. Hier ist zum Verständnis wichtig die Unterscheidung zwischen der der heutigen Physik verständlichen Kraft des Stahlmagneten und der Lebensenergie eines Menschen, welche eine nicht-physikalische Kraft darstellt

Sowohl dem mineralischen Magnetismus als auch dem Heilmagnetismus spricht Hahnemann die Fähigkeit der homöopathischen Heilung zu, da in beiden Fällen beobachtet werden kann, dass wie bei der Gabe einer homöopathischen Arznei eine immaterielle Kraftübertragung auf den Menschen stattfindet: entweder vom Magneten oder vermittelt durch die Hand des Magnetiseurs.

Die Verwendung des Mesmerismus hat sich innerhalb der Homöopathie leider weitgehend verloren, als man sie an mechanistische Prinzipien anzugleichen suchte.
Hahnemann weist auf Mesmers Methode bereits 1779 in seiner Dissertation als therapeutisches
Verfahren bei Zahnschmerzen hin.
Der Mesmerismus ist das einzige nichthomöopathische Heilverfahren, dem Hahnemann in seinem
Organon einen gebührenden Platz einräumt.

Im Organon der Heilkunst, 6. Aufl., § 288, lesen wir über den Mesmerismus:
„Der Mesmerismus oder Magnetismus , ein wundersames, unschätzbares, dem Menschen verliehenes Geschenk Gottes, eine Heilkraft, mittels dessen durch den kräftigen Willen eines gutmeinenden Menschen auf einen Kranken durch Berührung und selbst ohne dieselbe, ja selbst in einiger Entfernung die Lebenskraft des Gesunden  in einen anderen Menschen dynamisch einströmt.“

Weiter schreibt er 1842:
“Wenn man gelernt haben wird, richtig mit dem Zoomagnetisieren/Mesmerisieren zu verfahren, um die beabsichtigten Wirkungen beim Kranken hervorzuheben, so wird die Verbindung beider, die der homöopathischen Behandlung mit gehörig dynamisierter wohlgewählter Arznei in angemessener Gabe, mit zweckmäßiger zoomagnetischer Behandlung des Kranken zusammen, erst die möglich vollkommenste Art, kranke Menschen herzustellen, bilden, was wir jedoch erst nach Verfluß vieler Jahre zu erwarten haben.”

Historisch lässt sich heilmagnetische Behandlung durch Priester und Könige bis in die Antike zurück- verfolgen. Berühmt gewordene Magnetiseure unserer Zeit waren Hildegard von Bingen, Paracelsus, der englische Philosoph Robert Fludd (1574-1637), der holländische Arzt Johann Baptist van Helmont
(1577-1644), der Pfarrer Johann Joseph Gassner (1727-1779), der Arzt Carl Gustav Carus (1789  –
1869) und natürlich Dr. F.A. Mesmer (1734 – 1815).Text © Anna Kolbeck  www.anna-kolbeck.de Quellenangaben:Wegener, Genneper: Lehrbuch Homöopathie: Grundlagen und Praxis der klassischen Homöopathie
Reinhard Hickmann: Das Psorische Leiden der Antonie Volkmann
Georg Müller: Heilkraft durch Verdünnen

 

MESMERISMUS und HYPNOSE          

Die Tatsache, daß das Wort Mesmerismus, welches Bezug nimmt auf den Arzt Franz Anton Mesmer,
heute mit dem Begriff Hypnose fast gleichgesetzt wird, bedarf einer Aufklärung und Differenzierung.
Denn leider ist dadurch die wichtigste Erkenntnis von Mesmer, nämlich der Heilmagnetismus,
in den Hintergrund gerückt, indem man Mesmer als den Erfinder der Hypnosetechnik erklärt.

So lesen wir bei Wikipedia unter:  Geschichte der Hypnose

<Die moderne Wissenschaft nahm die Hypnose um 1770 als Phänomen wahr. Franz Anton Mesmer
experimentierte  mit Magneten, die er Patienten auflegte. Er nannte den Effekt ‘Magnetismus animalis’,
schrieb jedoch die Heilkräfte den Magneten zu. Aufgrund von Mesmers Popularität nannte man
den Vorgang des Hypnotisierens lange Zeit auch „Mesmerisieren“;
ein Ausdruck, der im zeitgenössischen Englisch noch existiert (to mesmerize = hypnotisieren)…
Franz Anton Mesmer (* 23. Mai 1734 in Iznang; † 5. März 1815 in Meersburg) war ein deutscher Arzt,
Heiler und der Begründer der Lehre vom animalischen Magnetismus, auch Mesmerismus genannt. >

In einem Einladungsschreiben der Deutschen Gesellschaft für therapeutische Hypnose
und Hypnoseforschung e.V.-GTH ist zu lesen:

<Als “die wichtigste aller jemals gemachten Entdeckungen” bezeichnete der Philosoph Schopenhauer die Hypnose. Wie aktuell diese Einschätzung heute ist, hätte sich selbst ihr wissenschaftlicher Stammvater
Franz Anton Mesmer, der große Philosoph, Theologe und Arzt vom Bodensee, kaum träumen lassen.>
Auch hier wird Mesmer als der Stammvater der Hypnose bezeichnet.Jedoch:Franz Anton Mesmer war  n i c h t
der Begründer der Hypnose oder Hypnosetherapie!   Wie ist diese falsche Zuordnung entstanden?

Mesmer hatte zahlreiche Schüler, und gründete zur Verbreitung seiner Lehre sogenannte
Gesellschaften “der Harmonie”, die auch außerhalb Europas Fuß fassten.
Einer seiner berühmten Schüler war:

<Armand Marie Jacques de Chastenet de Puységur, Marquis de Puységur (* 1751; † 1825)…
ein französischer Aristokrat und ein Lieutenant-Général.
Als Schüler Franz Anton Mesmers war er Mitbegründer des Mesmerismus…
Puységur zerstritt sich mit seinem Lehrer und gründete eine Seitenlinie
des Mesmerismus, die in Folge einige Jahrzehnte in Frankreich dominierte…>(Wikipedia)

Puységur war jedoch n i c h t  Mitbegründer des Mesmerismus! Was war geschehen?
Im Jahr entdeckte Puységur bei der Behandlung eines jungen Schäfers durch Zufall das Phänomen
des künstlichen Somnambulismus.(Als natürlicher Somnambulismus wird das Schlafwandeln bei
Mondsüchtigen bezeichnet, welches bei geschlossenen Augen und ohne Kontrolle durch das Tagbewusstsein abläuft).
Der junge Mann fiel in Schlaf, aber es war ein ganz anderer als der normale. Es war auch kein heilmagnetischer Schlaf,
der bei einer Behandlung durch Magnetisieren auftreten kann in Folge einer tiefen Entspannung.
Der Schlafende erwachte nicht mehr. Puségur schüttelte ihn vergeblich. Dann befahl er ihm aufzustehen
und da geschah das Außergewöhnliche. Der “schlafende” Patient stand tatsächlich auf und benahm sich
am hellen Tag wie ein Somnambuler.
Puségur war verblüfft, hilflos, schockiert. Er versuchte mit ihm zu sprechen, ihn auszufragen – und siehe,
der Bauernjunge antwortete aus seinem Traumzustand vollkommen klug und klar auf jede Frage.
Ein neues Phänomen war entdeckt.
Puségur veröffentlichte l784 darüber einen Bericht:”Rapport des cures opérées à Bayonnen par le magnétisms
animal adressé à M. l`abbé de Pulanzet, conseiller-clerc au parlament de Bordeyus.”

Daß sich Franz Anton Mesmer ganz entschieden gegen diesen künstlichen Somnambulismus gewandt hat,
ist uns überliefert durch den bekannten Arzt und Dichter Andreas Justinus Christian Kerner (1786-1862).
Er zitiert Mesmer in seinem Buch:”Franz Anton Mesmer aus Schwaben, Entdecker des thierischen Magnetismus,
Frankfurt 1856 ” mit folgenden Worten:

“Mesmer wandte sich gegen den künstlichen Somnambulismus: Der tierische Magnetismus, so erklärte er,
ist unabhängig vom Somnambulismus, der ein gefährliches und verdächtiges Phänomen darstellt,
das die Ausbeutung der Lehre durch Scharlatane begünstigt….”

Das dürfte auch der Grund gewesen sein, daß Puységur sich von Mesmer abwandte,
sich mit ihm zerstritt und eine eigene Seitenlinie aufbaute . . .
Erst viel später wurde das von ihm entdeckte Phänomen als Hypnose bezeichnet.
Es war ein schottischer Arzt namens James Braid (1795-1860),der l841 durch eine
Demonstration des Magnetiseurs Charles Lafontaine auf den Magnetismus und
den künstlichen Somnambulismus aufmerskam wurde. Er prägte dafür den Ausdruck Neurohypnosis –
später verkürzt zu Hypnose – in Anlehnung an den griechischen Gott des Schlafes “Hypnos”.
Der schottische Chirurg James Esdaile (1808 – 1859 ) hat in Indien zahllose Operationen
in Hypnose durchgeführt, und seine Eingriffe als “mesmeric operations” bezeichnet,
was leider wiederum die Verbindung von Hypnose und Mesmerismus stärkte.

Es ist unbestritten, daß schmerzfreie Operationen in Hypnose, ohne Anästhetikum für die Betroffenen
eine großartige Hilfe darstellt, jedoch wissen wir auch, daß mittels Hypnose, wie sie auch in den
Geheimdiensten weltweit angewendet wird, verheerende Auswirkungen haben kann.
Darauf hat sich wohl die Aussage von Mesmer gerichtet, der intuitiv erkannte,
welche Gefahren damit verbunden sein können.

Das Netzwerk für Heilmagnetismus hat es sich zur Aufgabe gemacht,
der wahren Bedeutung und segensreichen Anwendung des Heilmagnetismus in Theorie und Praxis,
und vorrangig seinem Wiederentdecker Franz Anton Mesmer, wieder den Stellenwert zu verleihen,
der ihm gebührt. Und damit den Begriff Mesmerismus zu trennen von dem Begriff der Hypnose,
welche mit Mesmerismus nicht gleichgesetzt werden sollte.

Quellen: Ciba-Zeitschrift, 9.Jahrg., Nr. 105, Basel 1947
Stefan Zweig: Heilung durch den Geist, Frankfurt/Main 1986

Text © Johanna Arnold

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