Franz Anton Mesmer

Franz Anton Mesmer ist im Zusammenhang mit Magnetismus und der Wiederentdeckung des Heilmagnetismus eine überragende geschichtliche Persönlichkeit. Wiederentdeckung deshalb, da Energieübertragung durch menschlichen Magnetismus und geistige Kraft uraltes Wissen darstellt, das in allen Kulturen praktiziert wurde und deshalb auch als Urheilmittel bezeichnet werden kann.
 Dr. Mesmer kam als praktizierender Arzt in Wien durch eine Engländerin mit den Wirkungen des mineralischen Magneten in Berührung. Der Einsatz von Magneten zur Heilung war damals in England sehr populär. Nach positiven Erfahrungen mit denselben hatte Mesmer ein Schlüsselerlebnis, als er eines Tages bei einem Aderlass entdeckte, daß die magnetische Kraft auch durch seinen Körper wirkte. Er konnte feststellen, daß der Blutfluß zu – oder abnahm, je nachdem ob er sich dem Patienten näherte oder entfernte. Das führte ihn zu der Erkenntnis, dass der Mensch selbst die gleichen Eigenschaften hat, wie sie sich am mineralischen Magneten zeigen:
„Im menschlichen Körper findet man Eigenschaften, die mit demjenigen des Magneten übereinstimmen. Man unterscheidet darin gleichfalls entgegengesetzte Pole, welche mitgeteilt, verwandelt, zerstört und gestärkt werden können.“
Ab diesem Zeitpunkt heilte Mesmer durch die magnetischen Kräfte der Hände. Nach ihm wird eine Behandlung mit Heilmagnetismus auch oft als Mesmerismus bezeichnet. Mesmer erlebte in Paris durch die Erfolge seiner Behandlung einen kometenhaften Aufstieg bis in die höchsten Kreise der Aristokratie. Weltweit wurden “Gesellschaften der Harmonie”gegründet, in denen seine Behandlungsweise gelehrt und praktiziert wurde.

Wie erfolgreich seine Behandlungsweise damals eingesetzt wurde, zeigt die Tatsache, dass es Anfang des 19. Jahrhunderts in Berlin sogar eine Klinik für Heilmagnetismus unter der Leitung von Prof. Dr. Karl Christian Wolfart gab, einem getreuen Schüler von Mesmer. Im Jahr 1817 wurde Wolfart zum Professor für Heilmagnetismus an der Berliner Universität ernannt. Außerdem gab es Lehrstühle für Heilmagnetismus noch an folgenden deutschen Universitäten:

Bonn  (Dr. Christian Friedrich Nasse)
Halle  (Dr. Peter Krukenberg)
Gießen  (Dr. Johann Bernhard Wilbrand)
Jena  (Dr.Kieser)

Leider wurde diese positive Entwicklung durch eine zunehmend materialistische Sichtweise der Medizin vollkommen verdrängt.

Dafür gibt es heutzutage sehr viele Angebote für energetische Therapieverfahren die ein Außenseiterdasein fristen. Ob sie nun aus Japan, China, Amerika, Indien oder Europa kommen. Das kann sehr verwirrend sein, vor allem auch dadurch, daß manche meinen, es bedürfte einer besonderen “Einweihung” um befähigt zu werden, solche Verfahren anzuwenden. Davor möchte ich warnen. Wahrheit bleibt sich immer gleich, auch wenn sie in verschiedenen Verkleidungen und neuen exotischen Namen erscheint. So wirken in allen energetischen Therapieverfahren die Gesetzmäßigkeiten des Magnetismus, wenngleich diese Zusammenhänge meist unerkannt bleiben.

Deswegen wird es Zeit, uns der Tradition des Heilmagnetismus wieder bewusst zu werden, entgegen der manchmal geäußerten Meinung “Heilmagnetismus” sei eine antiquierte Heilungsmethode, denn:

“Tradition ist nicht Anbetung der Asche

          sondern Weitergabe des Feuers!”  Gustav Mahler

Artikel: Autor © Johanna Arnold

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